Wir verwenden Cookies und andere Technologien

Auf unserer Webseite kommen verschiedene Cookies zum Einsatz: technische, sowie zu Marketing-Zwecken und solche zu Analyse-Zwecken; Sie können unsere Webseite grundsätzlich auch ohne das Setzen von Cookies besuchen. Hiervon ausgenommen sind die technisch notwendigen Cookies. Ihnen steht bis auf die Aktivierung der technisch notwendigen Cookies jederzeit ein Widerrufsrecht zu. Nähere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Durch klicken auf "Alle aktivieren" erklären Sie sich einverstanden, dass wir die vorgenannten Cookies zu Marketing- und zu Analyse-Zwecken setzen.

Einige Cookies sind notwendig, um Ihnen die grundlegenden Funktionen dieser Webseite bereitzustellen und können daher nicht deaktiviert werden.
Wir nutzen auf unserer Internetseite Tools um Nutzeraktivitäten und Conversions zu tracken.
DEUTZ AG Digitaler Geschäftsbericht 2020

„Null-Emission fördern!“

DEUTZ ist Vorreiter einer klimaneutralen Mobilität und baut sein Angebot umweltfreundlicher Elektro- und Alternativantriebe kontinuierlich aus. Für den Off-Highway-Bereich fordert CEO Dr.-Ing. Frank Hiller klare Anreize aus der Politik.

Dr.-Ing. Frank Hiller im Gespräch über CO2-Reduktion im Off-Highway-Bereich

Hier finden Sie das Interview zum Nachlesen:

arrow

Herr Dr. Hiller, die Elektrifizierungs- und Wasserstoffstrategie der Bundesregierung geht für Sie nicht weit genug. Was fehlt aus Ihrer Sicht?

Für eine nachhaltige und wirkungsvolle Klimawende braucht es eine Mobilitätswende. Aber nicht nur bei Pkw und Lkw, sondern auch bei Nutz-, Schienen- und Spezialfahrzeugen, industriellen Anwendungen sowie Bau- und Landmaschinen. Gerade die Entwicklung und Produktion von Motoren für die Industrie sind für den Standort Deutschland von volkswirtschaftlicher Bedeutung. Hier fehlen bislang politische Rahmenbedingungen.

arrow

Welche Anreize muss die Politik setzen?

Für den Off-Highway-Bereich benötigen wir Klarheit über die Ausgestaltung des Klimaschutzprogramms 2030. Wir brauchen eine Roadmap, welche Antriebstechnologien mittel- und langfristig wie gefördert werden sollen. Und, ganz wichtig: Wir müssen dabei auf einen realistischen Mix verschiedener Antriebssysteme setzen. Mit einem zu starken Fokus auf Elektromobilität werden wir weder das Klima noch den Standort retten.

„Andere Staaten und Systeme fördern ihre Schlüsselindustrien mit Milliarden­beträgen, Deutschland gerät hier Tag für Tag weiter ins Hintertreffen.“

Dr.-Ing. Frank Hiller

arrow

Was fordern Sie konkret für den Off-Highway-Bereich?

Die Null-Emission fördern! Die finanzielle und steuerliche Förderung alternativer Antriebe muss auf Anwendungen abseits der Straße aus­geweitet werden, etwa analog zu steuerlichen Subventionen für Elektroautos. Deutschland braucht staatliche Pilotprojekte und Förderprogramme, um die industriellen Transformationsprozesse zu unterstützen und zu beschleunigen. Andere Staaten und Systeme fördern ihre Schlüsselindustrien mit Milliardenbeträgen, Deutschland gerät hier Tag für Tag weiter ins Hintertreffen. Ein einfaches Beispiel: Baumaschinen mit geringem oder keinem CO2-Ausstoß sollten bei öffentlichen Ausschreibungen bevorzugt werden. So kann der Staat eine positive Lenkungswirkung zugunsten umweltfreundlicher Hersteller erzielen und den Klimaschutz weiter stärken.

arrow

Ist Deutschland zu stark auf die Elektromobilität ausgerichtet?

Wenn wir über den Bereich abseits der Straßen sprechen: ein klares Ja. Unsere modernen Dieselmotoren sind effizient und sauber. Wir ent­wickeln sie mit hohem Aufwand weiter. Gerade hybride Modelle, die es verstärkt zu fördern gilt, können mittel- und langfristig eine wichtige Rolle spielen. Den Diesel heute auszumustern, wäre volkswirtschaftlich und ökologisch falsch, zumal er auf Basis synthetischer Kraftstoffe auch klimaneutral betrieben werden kann. Eine weitere interessante Alternative ist der Wasserstoff-Verbrennungsmotor, an dem wir zurzeit intensiv arbeiten.


Der Petersberger Klimadialog

Gutes Klima für die Wirtschaft

Vor dem Hintergrund des Pariser Klimaabkommens hat die DEUTZ AG gemeinsam mit weiteren 67 großen deutschen Unternehmen vor dem Petersberger Klimadialog im April 2020 ein deutliches Signal an die Bundes­regierung gesendet und gefordert, klimapolitische Maßnahmen für eine krisensichere Industriepolitik konsequent auszugestalten und weiterzuführen.