Wir verwenden Cookies und andere Technologien

Auf unserer Webseite kommen verschiedene Cookies zum Einsatz: technische, sowie zu Marketing-Zwecken und solche zu Analyse-Zwecken; Sie können unsere Webseite grundsätzlich auch ohne das Setzen von Cookies besuchen. Hiervon ausgenommen sind die technisch notwendigen Cookies. Ihnen steht bis auf die Aktivierung der technisch notwendigen Cookies jederzeit ein Widerrufsrecht zu. Nähere Informationen zu Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Durch klicken auf "Alle aktivieren" erklären Sie sich einverstanden, dass wir die vorgenannten Cookies zu Marketing- und zu Analyse-Zwecken setzen.

Einige Cookies sind notwendig, um Ihnen die grundlegenden Funktionen dieser Webseite bereitzustellen und können daher nicht deaktiviert werden.
Wir nutzen auf unserer Internetseite Tools um Nutzeraktivitäten und Conversions zu tracken.
DEUTZ AG Digitaler Geschäftsbericht 2020

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Ein herausforderndes Jahr liegt hinter DEUTZ – ein Jahr, in dem sich Erwartungen nicht erfüllt haben und Umsätze – und damit auch Gewinne – gesunken sind. Wir werden weiterhin mit viel Innovationskraft alles daransetzen, gestärkt aus diesen turbulenten Zeiten hervorzugehen – um das zu erreichen, was wir Ihnen mittelfristig in Aussicht gestellt haben.

Dr.-Ing. Frank Hiller Vorstandsvorsitzender

das Geschäftsjahr 2020 stand im Zeichen der Corona-Pandemie. Ein Virus hat die Welt verändert und stellte auch DEUTZ als globalen Player mit internationalen Absatzmärkten und Lieferketten vor nie dagewesene Herausforderungen. Auf diese haben wir schnell und entschieden reagiert. Etwa mit der temporären Aussetzung der Europa-Produktion im April vergangenen Jahres, um die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Aber vor allem mit unserer Vision of Success« haben wir frühzeitig Leitlinien definiert, die uns in solch außergewöhnlichen Zeiten als Wegweiser dienten, um DEUTZ bestmöglich durch die Krise zu lenken.

Trotz ergriffener Maßnahmen sind die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Geschäftszahlen 2020 nicht von der Hand zu weisen: Infolge des massiven Nachfrageeinbruchs in einem bereits zuvor herausfordernden Marktumfeld reduzierte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 29,6 % auf 1.295,6 Millionen Euro und führte zu einer EBIT-Rendite vor Sondereffekten von –5,8 %. Das Konzernergebnis bereinigt um Sondereffekte war entsprechend negativ mit – 75,7 Millionen Euro, das entsprechende Ergebnis je Aktie belief sich auf –0,63 Euro.

Mit Blick auf den Kurs der DEUTZ-Aktie wurde auch dessen Entwicklung im Jahresverlauf 2020 durch die Corona-Krise stark beeinträchtigt. Erfreulicherweise konnten die Verluste bis zum Jahresende jedoch fast vollständig wieder aufgeholt - und Ende Februar 2021 lag der Kurs unserer Aktie sogar über dem Jahreshoch 2020.

Um die Liquidität des Konzerns zu gewährleisten, haben wir im Berichtsjahr diverse Maßnahmen ergriffen. Neben allgemeinen Kosteneinsparmaßnahmen gehörte dazu etwa der Verzicht des Gesamtvorstands und des Aufsichtsrats auf seine einjährige variable Vergütung für 2020 beziehungsweise auf einen Teil seiner Festvergütung für 2020, der freiwillige Verzicht unserer leitenden Angestellten auf einen Großteil ihrer variablen Vergütung – aber auch, dass wir mit Ihrer Zustimmung, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 ausgesetzt haben. Dadurch konnten wir nicht nur unsere finanzielle Stabilität absichern, sondern zugleich auch sicherstellen, dass initiierte Wachstumsprojekte planmäßig umgesetzt werden können.

„Wir haben die richtigen Weichen gestellt, um unser Unternehmen fit für die Zukunft zu machen.“ Dr.-Ing. Frank Hiller

Dass es sich auszahlt, an strategischen Investitionen festzuhalten und dafür auch gewisse Entbehrungen in Kauf zu nehmen, beweist etwa die erfolgreiche Umsetzung unserer China-Strategie: Trotz der Corona-Krise zeigte sich unser dortiges Geschäft bereits im ersten Halbjahr 2020 profitabel und wir konnten unser Umsatzziel für 2022 im weltweit größten Markt für Baumaschinen aufgrund der bestehenden Nachfrage von rund 500 auf rund 800 Millionen Euro anheben.

Märkte von morgen erschließt man heute nachhaltig, davon sind wir überzeugt. Und als innovativer Motorenhersteller wissen wir, dass die Pariser Klimaschutzziele nur über einen realistischen Mix verschiedener Antriebstechnologien zu erreichen sind. Aus diesem Grund erachten wir auch die weiterhin fokussierte Umsetzung unserer E-DEUTZ-Strategie als essenziell und sind in diesem Zusammenhang besonders stolz, dass wir 2020 im Firmenverbund DEUTZ-Torqeedo-Futavis alle Voraussetzungen für die Industrialisierung von elektrischen und hybriden Antriebssystemen schaffen konnten: Im Frühjahr 2021 werden wir das erste vollelektrische E-DEUTZ-Produkt vermarkten, das 360-V-Basis-Antriebssystem – ein Strategieerfolg auch aus zurückliegenden Unternehmenszukäufen.

Neben Akquisitionen setzen wir auch auf strategische Partnerschaften, um unseren Kunden ein Plus an Fachwissen zu bieten: Ende 2020 haben wir mit John Deere Power Systems vereinbart, einen gemeinsamen Motor zu entwickeln. Damit sind wir in der Lage, Volumen zu bündeln und von globalen Skaleneffekten zu profitieren.

Mit Blick auf unser margenstarkes Servicegeschäft haben wir im Berichtsjahr zudem den Ausbau unseres globalen Netzwerkes weiter vorangetrieben, denn Kundennähe ist für uns als internationaler Konzern ein wesentlicher Erfolgsfaktor. So eröffnet uns die Übernahme der DEUTZ Austria GmbH, der Motorcenter Austria GmbH und der Pro Motor Servis CZ den direkten Marktzugang in Österreich, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Darüber hinaus bauen wir unser Serviceportfolio insbesondere digital weiter aus: weg vom Ersatzteil-Spezialisten, hin zum Full-Service-Anbieter mit immer besseren, schnelleren und bequemeren Lösungen, die auf den maximalen Kundennutzen abzielen.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2021 ist nach wie vor unklar, wie die Corona-Krise weiterhin verlaufen wird. Auch wenn sich zuletzt ein leichter Aufwärtstrend abzeichnete, wird es voraussichtlich eines längeren Zeitraums bedürfen, um das Vorkrisenniveau zu erreichen. Bei einem erwarteten Absatz von mindestens 130.000 DEUTZ-Motoren rechnen wir für 2021 mit einem Umsatz von mindestens 1,40 Milliarden Euro. Die EBIT-Rendite vor Sondereffekten dürfte dabei mindestens ausgeglichen sein.

Trotz der verhaltenen Aussichten für 2021 blicken wir optimistisch in die Zukunft. Um die Ergebnisentwicklung in einem herausfordernden Umfeld zusätzlich abzusichern und langfristig wettbewerbs-fähig zu sein, haben wir unsere bestehenden Prozesse und Strukturen bereits zu Beginn des Berichtsjahres auf den Prüfstand gestellt. Das Ergebnis: »Transform for Growth« – unser globales Effizienzprogramm, durch dessen Umsetzung wir ab Ende 2022 Brutto-Kosteneinsparungen von jährlich insgesamt rund 100 Millionen Euro realisieren wollen. Damit und mit der konsequenten Umsetzung unserer Wachstumsinitiativen haben wir die richtigen Weichen gestellt, um unser Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Und auch wenn wir unsere mittelfristigen Ziele statt 2022 coronabedingt erst 2023/24 erreichen werden, ist die Vorgabe klar: mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz einhergehend mit einer EBIT-Rendite vor Sondereffekten von 7 bis 8 %, wobei sich der Umsatzanteil elektrifizierter Antriebssysteme auf 5 bis 10 % belaufen soll.

Ganz im Sinne unserer Unternehmenswerte werden wir weiterhin mit Innovationskraft, Pioniergeist und – vor allem – als Team alles daransetzen, gestärkt aus diesen turbulenten Zeiten hervorzuge-hen und das zu erreichen, was wir Ihnen in Aussicht gestellt haben. Wesentliche Antriebskraft auf diesem Weg sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei denen ich mich ganz besonders bedanken möchte. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz auch unter herausforderndsten Umständen sorgen sie tagtäglich dafür, dass der DEUTZ-eigene Motor nicht stillsteht. Mein Dank gilt darüber hinaus auch unseren Kunden und Geschäftspartnern sowie Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für das entgegengebrachte Vertrauen.


Köln, im Februar 2021

Dr.-Ing. Frank Hiller, Vorstandsvorsitzender

Der Vorstand

Michael Wellenzohn

Vorstand Vertrieb, Marketing und Service

  • Geboren am 22. November 1966 in Chur, Schweiz
  • Mitglied des Vorstands seit dem 1. März 2013, bestellt bis zum 31. Dezember 2023
„Mit dem zunehmend digital ausgerichteten Service bieten wir unseren Kunden jetzt einen noch größeren Mehrwert.“

Michael Wellenzohn

Dr. Sebastian C. Schulte

Vorstand Finanzen, Personal, Einkauf und Information Services

seit 1. März 2021

  • Geboren am 13. Dezember 1978 in Wiesbaden, Deutschland
  • Mitglied des Vorstands seit dem 1. Januar 2021, bestellt bis zum 31. Dezember 2023
„Dank der deutlich gesenkten Kostenbasis streben wir für das Geschäftsjahr 2021 ein mindestens ausgeglichenes operatives Ergebnis an.“

Dr. Sebastian C. Schulte

Dr. Ing. Frank Hiller

Vorstandsvorsitzender Technische und zentrale Funktionen, Nachhaltigkeit

  • Geboren am 23. Mai 1966 in Stuttgart, Deutschland
  • Vorstandsvorsitzender seit dem 1. Januar 2017, bestellt bis zum 31. Dezember 2026
„Die Welt ändert sich, wir handeln. DEUTZ ist Vorreiter für effiziente und nachhaltige Antriebstechnologien, auch für den Markt von morgen.“

Dr. Ing. Frank Hiller

Dr. Andreas Strecker

Vorstand Finanzen, Personal, Einkauf und Information Services

bis 28. Februar 2021

  • Geboren am 16. August 1961 in Rastatt, Deutschland
  • Mitglied des Vorstands seit dem 1. März 2018, bestellt bis zum 28. Februar 2021
„Im Corona-Jahr 2020 haben wir mit unserem Effizienzprogramm die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.“